Dr. Peter Lemmens

Studiendekan: Anträge, Sprechstunde, ..

wie studiere ich besser Physik, ..

 
 

Zur Sprechstunde im Inst. Physik Kond. Materie, Mendelssohnstr.3, Raum MS3.204

- Termin per Vereinbarung (-> email a.paschke@tu-bs.de) für Mi-Nachmittag oder -abend, auch in der vorlesungsfreien Zeit

 Anträge und Korrespondenz:

- Offizielle Anträge und Anfragen (-> email studiendekanat-physik@tu-bs.de)

- Formular für den Prüfungsausschuss (-> email studiendekanat-physik@tu-bs.de)

- wichtige Gremien der Fakultät

 

Was macht ein Studiendekan?

.. er muss mal schnell was anerkennen, .... der Auslandsaufenthalt folgt touristischen Interessen .. braucht aber seine Unterstützung und Arbeit, .. man fühlt sich ungerecht behandelt und .. überhaupt .. will man natürlich sein Recht bekommen!.. im Physik-Leistungskurs gab es immer die besten Noten, warum soll das an der Uni anders sein?

bulletHilfe kann ich nur geben, wenn Sie mir vorher die Chance gebt, mich zu informieren. Dazu brauche ich Zeit, Email, Matrikelnummer und den Studiengang.
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Bitte machen Sie vorher einen Termin mit mir aus. Die Gesprächszeit ist üblicherweise Mittwoch nachmittags-abends.
bulletIch unterstütze besonders gerne Anliegen, von denen ich auch persöhnlich überzeugt bin. Dazu gehört auch, dass Sie sich selber mit Ihrer Problematik beschäftigt haben und diese in wenigen Sätzen zusammenfassen können.
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Ich nehme mir gerne und besonders Zeit für Fälle, in denen das Studium stockt und es Probleme mit Prüfungen gibt.
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.. falls es um Noten- und Lebenslaufoptimierung geht, helfen sicher auch andere Stellen .. dies ist nicht meine Spezialität
bulletWie motiviert man Studierende und begeistert sie für Naturwissenschaften? Dazu sagt Feynman,  siehe Link.

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Gaststudierende und Prüfungen: Ich bin nicht dafür dass Gaststudierende Prüfungen ausserhalb eines geordneten Studiums ablegen und diese sehr viel später in einem anderen Zusammenhang anerkannt bekommen. Dies wird an anderen Studienorten nicht großzügig gehandhabt und das hat viele gute Gründe.

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Anerkennung zum Master Physik: Meiner Meinung nach erfordert das Bachelor/Mastersystem, dass abgeschlossene Bachelorstudiengänge gleicher Wertigkeit ohne eine detaillierte Prüfung anerkannt werden und keine umfangreichen Übergangsbedingungen gestellt werden. Studiengänge haben je nach Ort verschiedene Schwerpunkte und dies sollte Berücksichtigung finden (Credits sind übertragbar, nicht Inhalte).
bulletDer Physik-Bachelor der TU-BS ist durch eine große Zahl fachlich anspruchsvoller Module relativ schwierig. Dies wird an anderen Studienorten anders organisiert und sollte nicht zu einer Benachteiligung von Bewerbern dieser Orte führen. 
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Umfangreiche Übergangsbedingungen mit mehreren Modulen in Theorie und Experimentalphysik führen eher zu einem Scheitern der Bewerber oder einer deutlichen Verlängerung der Studienzeit. Dies ist nicht im Interesse der TU-BS.
bulletEtwas anderes gilt meiner Meinung nach für Absolventen anderer Bildungsinstitutionen mit mäßigen Noten (höflich gesagt) oder Bewerbern, die ihr Studium nach vielen Jahren Pause wieder aufnehmen wollen oder Prüfungen vor längeren Zeiten abgelegt haben. Ich bin da nicht so hoffnungsvoll.  

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Anwesenheit bei Vorlesungen und Übungen: Liebe Leute, bitte geht mal wieder in eure Vorlesungen, lest mal wieder ein Physikbuch und optimiert eurer Studium nicht nach Klausuren mit Standartaufgaben aus dem Internet. (das ist beschämend)
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Meiner Meinung nach können nur wenige ihr Studium sinnvoll und ohne ausdauernde Anwensenheit in Vorlesungen sinnvoll abschließen. 
bulletTatsächlich lässt sich der große Qualitätsabfall der letzten Jahren teilweise auf dieses Verhalten zurückführen. Es gibt kaum mehr Studierende, die auf Standartfragen in einer angemessenen Fachsprache der Physik antworten können. Es gibt natürlich auch keine mündlichen Prüfungen, die dies positiv bewerten.  

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Warum lernen "Physikstudenten aus Braunschweig die Physik nicht in der VL sondern im Praktikum"? Dies ist eigentlich eine Scheinfrage und wurde mir für Braunschweig als Tatsache dargestellt. Die Antwort ist einfach: Im Praktikum gibt es eine direkte Ansprache, mündliche Kolloquien und intensive Disskussion des Stoffs mit den Betreuern.
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Die Vorlesung, falls überhaupt besucht, wird nicht vor- und nachbereitet, Inhalte werden am Wochenende vor der Klausur in einfachsten Zusammenhängen verarbeitet und auswendig gelernt. Leider haben da Klausuren mit Formelblatt auch einen Anteil. Ich werde in Zukunft so ein Blatt nicht mehr zulassen.  

bulletVorlesungsevaluation  - ein Blick in die Ergebnisse zeigt: Dozenten werden häufig gut beurteilt, wenn Sie ihren Stoff 1:1 aus einem vorhandenen Skript ablesen, der Stoff gut organsiert und ohne Widersprüche und die innewohnende Komplexität dargestellt wird. 
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Meine Evaluationen sind häufig mässig. Ich verweise ständig auf sehr gute Lehrbücher (die kostenlos zur Verfügung stehen), der Tafelanschreib wirkt vielschichtig und ich wechsel häufig das Thema mit Beispielen aus scheinbar nicht zusammanhängenden Bereichen.

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Verständnis physikalischer Konzepte: Bei der Korrektur von Klausuren fällt mir auf, dass sehr häufig elementare Zusammenhänge von falschen Vorstellungen und Ideen überlagert werde. Erstaunlicherweise fällt es sehr schwer falschen Analogie (aus dem Alltagsleben oder der Schule?) abzulegen.

Beispiele:
- Der Zusammenhang zwischen Kraft und Potential ist nebulös und völlig unklar. Als allgemeiner Ausdruck für eine potentielle Energie wird die "mgh" benutzt statt der Gradient oder das Wegintegral aus Kräften
- Die Vorstellung einer Wechselwirkung, Phasenübergänge und Ordnungsphänomenen stellen riesige Probleme dar. Ich lese da häufig was von einem "Zusammenhang der Moleküle".
- Es gibt große Probleme, aus abgeleiteten Gleichungen Lösungen "zu raten". 

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Gemeinschaften pflegen  - geht auf Feiern der Fachgruppe, trefft euch, um gemeinsam über Übungen zu sitzen usw .. so kann man dem Stress entkommen und bleibt erfolgreich.

Physik I für Physiker und ET, Brief/email an die FachgruppeET vom 18.08.2017 (leider bis jetzt ohne Antwort)

Liebe Fachgruppe ET

ich halte seit einigen Jahren die Klausur für die Vorlesung Physik I, Mechanik und Thermodynamik. Es zeigt sich dabei, dass in den letzten
Jahren die Zahl der Studierende mit mehreren Prüfungsversuchen zunimmt. Dies könnte zu einer größeren Zahl von Studienabbrechern führen.

Aus dem Ergebnis der Klausuren ergibt sich meiner Meinung nach das folgende Bild: Es fällt den ET-Studierenden immer schwerer, elementare
physikalische Zusammenhänge in Gleichungen zusammenzufassen, Lösungen zu raten und eine Intuition in diesem Bereich zu entwickeln. Statt
dessen wird stur die numerische Bearbeitung von Formeln eingeübt.

Es hilft dabei auch nicht, alte Klausuren zu dublizieren oder zur Verfügung zu stellen. Ich sehe im Moment nur die Tendenz, die
Auseinandersetzung mit den Themen durch ein Auswendiglernen alter Übungsaufgaben zu ersetzen.

Leider kommt dazu eine fatale Neigung, die Vorlesungen am Mo/Di ab 8.00 nicht zu besuchen und auch nicht anderweitig vor/nachzuarbeiten.

In Zukunft werde ich in den anstehenden Klausuren keine Formelblätter/Spickzettel mehr zulassen und mehr Wert auf das Verständnis grundlegender Konzepte legen. Die Frage ist, ob wir den Studierenden mit 2-3 Prüfungsversuchen nicht weitere Hilfestellungen geben können, z.B. eine Art Repetitorium, oder die Förderung von Diskussionsgruppen? Meiner Meinung nach könnte die Fachgruppe dabei helfen oder hier etwas anstossen.

Ich bin jederzeit zu einem Treffen bereit,

viele Grüße

Peter Lemmens




 

 

 
 

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